Für den optimalen Fortschritt des Bauablaufs, muss bekannt sein, wann junger Beton eine bestimmte Festigkeit erreicht hat. Zum Beispiel um zu wissen, ob ausgeschalt oder vorgespannt werden kann.
Bei der Festigkeitsentwicklung von Beton spielen Temperatur und Zeit eine überragende Rolle. Reifemethoden werden angewandt um die Festigkeit von jungem Beton in der Konstruktion zu bestimmen. Eine höhere Erhärtungstemperatur bewirkt, bei der selben Betonzusammensetzung, eine schnellere Festigkeitsentwicklung. Dieser Unterschied variiert mit jeder Betonzusammensetzung.
In der Praxis ist die Frischbetontemperatur in einer Konstruktion nie an jeder Stelle genau identisch. Um jedoch über die Festigkeitsentwicklung bei unterschiedlichen Temperaturen etwas sagen zu können, ist der Begriff „Reife“ eingeführt worden. Reife ist eine mathematische Größe, basierend auf der Erhärtungszeit und Erhärtungstemperatur. Für die gilt, dass bei einer Betonzusammensetzung die gleiche Reife, unabhängig von der Erhärtungstemperatur, einer bestimmten Festigkeit entspricht.

